Samstag, 2. Juli 2011

Konrad Beikircher & Arte Ensemble Neuwied, Abtei Rommersdorf, Abteikirche

Gift und Galle beim Gipfel von Paris ?! Wagner trifft Rossini




                                                                  Diashow

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Fotos: Sascha Ditscher im Auftrag von P!ELmedia

 
Im März 1860 besucht Richard Wagner den italienischen Komponisten Gioachino Rossini in Paris und zwei Opernwelten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen aufeinander: Rossini als Vertreter der klassischen Oper mit Arien, Septetten und Finale und Wagner, der mit der Idee der Oper als Gesamtkunstwerk daherkam: Text, Musik, Handlung und Charaktere ordnen sich gleichberechtigt einem Ziel unter.
Ein köstliches und streckenweise hochspannendes Gespräch nimmt seinen Verlauf: Die beiden (Wagner, der gerade seinen Tannhäuser ins Französische übersetzt hat, buhlt um Protektion bei Rossini) unterhalten sich circa eine Stunde lang in einer wundervollen Weise, mit Humor und Witz, über die Opernwelt. Hier in diesem Gespräch konnten wir erleben, wie Wagner aus dem Augenblick heraus seine Ideen skizziert: lebendig, ohne großen theoretischen Überbau, klar und für jedermann nachvollziehbar. … und wie ein souveräner Grandseigneur wie Rossini darauf reagiert: angstfrei, witzig, ironisch und dennoch ‚open minded’, mit lebendiger Aufmerksamkeit für das Neue, das da vor ihm steht. So offen, so neugierig, so tolerant sind selten zwei Jahrhunderte aufeinander getroffen – und das obendrein in lebendiger Rede, da das Gespräch von Edmond Michotte, dem Privatsekretär Rossinis wörtlich protokolliert wurde.
Konrad Beikircher übersetzte das Protokoll neu und das Arte Ensemble – eines der renommierten deutschen Kammermusikensembles – untermalte dieses „Gipfeltreffen“ mit Wagner und Rossini Kompositionen .
MUSIK-PROGRAMM
1) ROSSINI – Ouvertüre zu „Die diebische Elster“
2) WAGNER – Albumblatt 1
3) ROSSINI – Allegro aus der Sonate Nr.2 A-Dur für 2 Violinen, Violoncello und Kontrabass
4) WEBER – Aufforderung zum Tanz
5) BEETHOVEN – „Für Elise“
6) WAGNER – Vorspiel zu Tristan und Isolde
7) ROSSINI – Ouvertüre zu Wilhelm Tell
Das ganze wurde in einer Besetzung für Salonensemble gespielt
2 Violinen, 1 Violoncello, 1 Kontrabass, 1 Klavier, 1 Harmonium,1 Klarinette

Dienstag, 28. Juni 2011

Bonner Generalanzeiger zu Konzert Olga Scheps zu Gast beim Mittelrhein Musik Festival

Pianistin Scheps begeistert im Neubau des Arp Museums

Von Bernhard Hartmann
Rolandseck. Das Jahr 2010 war Chopin-Jahr. Und deshalb wurde 2010 auch das Jahr von Olga Scheps. Mit ihrer Debüt-CD, die sie ausschließlich dem polnischen Komponisten gewidmet hatte, feierte die in Moskau geborene und in Köln lebende Pianistin einen Riesenerfolg, der schließlich mit einem Echo geadelt wurde.
Kraftvolles Klavierspiel: Olga Scheps gastierte im Arp Museum Rolandseck. Foto: Felix Broede
Kraftvolles Klavierspiel: Olga Scheps gastierte im Arp Museum Rolandseck.
Foto: Felix Broede
Für ihren Auftritt beim Mittelrhein-Musik-Festival im Arp Museum Bahnhof Rolandseck brachte sie aber auch noch ein paar neue Repertoire-Farben mit. Zum Beispiel Beethoven. Mit der frühen Klaviersonate op. 10 Nr. 3 eröffnete sie den Abend im Neubau. In den Ecksätzen des viersätzigen Werkes spielte sie virtuos auf, verlieh ihnen eine erfrischende Unbeschwertheit, zu der das tief melancholische Largo einen extremen Kontrast bildete.
Olga Scheps spielte das nicht nur mit viel Herzblut, sondern auch mit sicherem Gespür für den epischen Aufbau des Stückes. Dem Menuett indes fehlte es ein bisschen an musikalischem Charakter. Mit einem ruhigen erzählenden Ton näherte sie sich Mozarts Rondo in a-Moll, einem Werk, dessen elegische Grundstimmung ihr als Chopin-Interpretin sehr liegen musste.
In dem kompositorisch äußerst komplex und raffiniert gearbeiteten späten Klavierwerk wählte sie vor allem gedämpfte Farben, wobei das Stück in manchen Stellen ein bisschen mehr klangliche Trennschärfen durchaus vertragen könnte. Damit hatte sie beim anschließenden Rondo aus der Feder Beethovens keine Probleme. Das unter dem Titel "Die Wut über den verlorenen Groschen" bekannt gewordene Werk spielte sie mit hinreißender Verve.
Nach der Pause setzte die Mittzwanzigern einen markanten Rachmaninow-Schwerpunkt: Die virtuosen Corelli-Variationen scheint sie längst im Schlaf zu beherrschen. Ihre Virtuosität beeindruckte ebenso wie die Stringenz, mit der sie die Glieder der Variationenkette zu einem Ganzen fügte. Die zwei Préludes Nr. 4 und 5 aus op. 23 zeigten sozusagen zwei Seiten Rachmaninows: die introvertierte und die virtuose.
Gerade die Nr. 5 in g-Moll geriet zu einer veritablen Glanznummer mit triumphalem Oktavgedonner. Etwas subtiler ging es dann mit Chopins Ballade in g-Moll zu, die sie sehr konzentriert, technisch absolut sicher und sehr emotional vortrug. Drei Zugaben erklatschte sich das Publikum. Einen Walzer in As-Dur von Skrjabin, ein Nocturne in Des-Dur von Chopin sowie den kitschtriefenden, aber wunderschönen Liebestraum von Franz Liszt.
Artikel vom 28.06.2011

Vielen Dank der Kulturredaktion des Bonner Generalanzeigers für die zur Verfügungstellung des obigen Artikels

Montag, 27. Juni 2011

Olga Scheps, ECHO Klassikpreisträgerin 2010, im ausverkauften Arp-Museum Remagen

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Die ECHO Klassikpreisträgerin als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“

Informativer Videoclip zu Olga Scheps:


Olga Scheps: Capriccio/BR 15.4.2010
http://www.youtube.com/watch?v=5STENrSQifc&feature=related

Mittelrhein Musik Festival  im ausverkauften Arp-Museum:
Olga Scheps, 23jährige ECHO Klassikpreisträgerin  als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“

„Musik ist für mich die Erweiterung meiner Ausdrucksmöglichkeiten, die Erweiterung meiner Sprache. Die Noten sind vorgegeben, aber ich interpretiere.
Das ist wie Schauspielerei. Wie die Arbeit einer Schauspielerin, die nach einem Drehbuch spielt.“

Olga Scheps interpretierte gefühlvoll vor ausverkauftem Haus in der Lobby des Museumsneubaus des Arp Museums Stücke,
von Ludwig van Beethoven,Wolfgang Amadeus Mozart,Sergei Rachmaninoff und Frédéric Chopin.

Erst nach drei Zugaben waren die begeisterten Zuhörer zufriedengestellt.
Ein Konzertabend des Mittelrhein Musik Festivals, den man so schnell nicht vergisst.


Olga Scheps wurde 1986 in Moskau geboren und kam mit sechs Jahren nach Deutschland.
Heute lebt sie in Köln und studiert an der dortigen Musikhochschule bei Pavel Gililov.
Weitere Studien führten sie zu Arie Vardi und Dmitrij Bashkirov. Zudem erhält sie seit ihrem fünfzehnten Lebensjahr
wichtige künstlerische Impulse von Alfred Brendel.
Bereits seit einigen Jahren gehört Olga Scheps zu den gefragtesten Solisten der jüngeren Generation.
So führen sie ihre Konzerte in zahlreiche bedeutende Musikzentren wie z. B. die Philharmonie am Gasteig
in München, die Hamburger Laeiszhalle, die Berliner Philharmonie, die Stuttgarter Liederhalle und das
Mozarteum Salzburg. Dabei gehören Orchester wie die NDR Radiophilharmonie, das Musikkollegium Winterthur,
das Niedersächsische Staatsorchester Hannover und die Münchner Symphoniker zu ihren Partnern.
Olga Scheps ist auch eine leidenschaftliche Kammermusikerin. Zu ihren Partnern zählen die Geiger Daniel Hope
und Erik Schumann, die Cellisten Adrian Brendel, Alban Gerhardt und Jan Vogler sowie der Bratscher Nils Mönkemeyer.


Olga Scheps interpretierte vor ausverkauftem Haus in der Lobby des Museumsneubaus des Arp Museums:
Ludwig van Beethoven – Klaviersonate D-Dur op. 10/3 Nr. 7
Wolfgang Amadeus Mozart – Rondo für Klavier KV 511
Ludwig van Beethoven – „Die Wut über den verlorenen Groschen“
PAUSE
Sergei Rachmaninoff – Variationen op. 42 über ein Thema von Corelli
Sergei Rachmaninoff – Préludes op. 23 Nr. 4 und Nr. 5
Frédéric Chopin – Ballade Nr. 1 op. 23