Dienstag, 26. Juni 2012

Si Suoni La Tromba im passenden Ambiente des Spiegelsaals von Burg Namedy.

Si Suoni La Tromba/ Andernach, Burg Namedy, Spiegelsaal

Barockmusik mit Hana Lee, Sopran

Abgetaucht in die Welt der Alten Musik. Vorgetragen im passenden Ambiente des ausverkauften Spiegelsaals von Burg Namedy. Musiker des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie fanden sich erstmals 2010 zusammen, um unter dem Titel „Si suoni la Tromba” ein Konzertprogramm mit Barockmusik auf historischen Instrumenten zu gestalten. Die Begeisterung für Alte Musik und die Möglichkeit, gemeinsam Werke zu entdecken und ihnen auf den Grund zu gehen, haben inzwischen noch weitere Programme hervorgebracht, die mit großem Erfolg aufgeführt wurden


„Si suoni la Tromba” ist ein Satz aus dem Zyklus der „7 Arie con Tromba solo“ von Alessandro Scarlatti. Vier Arien daraus sowie Werke von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel und Georg Phillip Telemann waren an diesem Abend zu hören. Unterstützt wurden die sechs Musiker der Rheinischen Philharmonie von den Mitgliedern des Theaters Koblenz Hanna Lee, Sopran und Bernhard Ott, Continuo.


Das Konzert bildete den Abschluss des großen Sommerfestes in und um Schloß Burg Namedy, welches anlässlich der Projektwoche „Kunst im Park“ stattfindet. Zu „Kunst im Park“ lassen sich internationale Künstler eine Woche in der Burg Namedy nieder, um vor Ort Installationen und Kunstwerke zu schaffen, die sich mit dem Kultursommerthema auseinandersetzen.


Programm:
Henry Purcell (1659-1695) Fantasien für Streichquartett, Sonate N°2 D-Dur für Trompete, Streicher und B.C.
Georg Friedrich Händel (1685-1759) „Diana Cacciatrice” Kantate für Sopran, Trompete, Streicher und B.C.,
Georg Friedrich Händel (1685-1759) „Eternal Source of light divine „Arie aus der „Ode for the birthday of Queen Anne”
Alessandro Scarlatti (1660-1725) 4 Arien aus „7 Arie con Tromba sola”
Georg Philipp Telemann (1681-1767) „Divertimento B-Dur”
Hana Lee – Sopran · Andreas Stickel – Trompete · Veronika Hintermaier und Robert Mang – Violine · Jan Förster – Viola
Bettina Hagedorn – Cello · Andrejs Karpusins – Kontrabass · Bernhard Ott – Continuo







Wir freuen uns auf die 2fache Grimmepreisträgerin Christine Neubauer am 30.6. in Neuwied

Wir freuen uns auf die 2fache Grimmepreisträgerin Christine Neubauer am 30.6. in Neuwied

Gerade erst in Monte Carlo mit dem Preis für die Beste Schauspielerin / Fernsehfilm, mit der “Goldenen Nymphe” ausgezeichnet, und am 30.6.12 um 20:15 Uhr schon bei uns im Festival in der Abtei Rommersdorf in Neuwied. Christine Neubauer präsentiert ihr Programm:
“Und ewig lockt das Weib!” mit Texten von und über ‚starke’ Frauen und Andreas Kowalewitz am Klavier bringt das ‚Locken’ zum Klingen.
Ob als Modell, als Mythos oder als Mutter: Frauen verkörpern einfach ein Gespür für Leben schlechthin. Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Wesen des Weiblichen fraglos ein klassisches Thema der Kunst-Literaturgeschichte ist. Wie viele Männer haben sich wegen einer Frau gegenseitig umgebracht, wie viele sind an ihrer Herzensdame hoffnungslos verzweifelt, wie viele haben Hab und Gut aufs Spiel gesetzt und verloren wegen einer Geliebten, wie viele Männer sind in den Wahnsinn getrieben worden durch die Zuneigung zu einem weiblichen Wesen.


Geändertes Dirigat zu "Klassik und Picknick im Park" am 08.07.12

Mark Fitz Gerald, bewährter Dirigent der Bad Salziger Klassik & Picknick Konzerte der letzten Jahre, ist es aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung leider in diesem Jahr nicht möglich, die Zuschauer durch das diesjährige Wunschkonzert zu führen.

An seiner statt wird Leo Siberski an der Seite von der aus Chile stammenden Stephanie Elliott Sopranistin das Dirigat führen und den Bariton-Part übernimmt der immer wieder musikalisch und dramatisch überzeugende Michael Mrosek. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit dem charmanten Moderator Michael Quast!
Ansonsten gilt wie immer: Wir sorgen für die Unterhaltung und Sie für die tolle Atmosphäre. Also Picknick-Korb packen, Sekt-Kühler einpacken, Picknick-Decke oder Klappstuhl unter den Arm und auf zum Open-Air Konzert!



Hier ein paar Informationen zu  dem diesjährigen Dirigenten Leo Siberski:
Nach einer ungewöhnlich frühen Musikerkarriere als Trompeter und Pianist mit den Höhepunkten als eines der jüngsten Mitglieder des Bayreuther Festspielorchesters und als Solo-Trompeter der Staatsoper Berlin absolvierte Leo Siberski sein Dirigierstudium bei Prof. Rolf Reuter an der renommierten Hochschule für Musik „Hanns-Eisler“ in Berlin.
Neben Gastdirigaten u.a. bei den Bremer Philharmonikern, dem MDR Sinfonieorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks waren die folgenden Jahre geprägt durch Assistenz-Tätigkeiten bei namhaften Dirigenten wie Vladimir Jurowski, Daniel Barenboim, Kent Nagano und Fabio Luisi. 2004 erschien eine CD mit der Sopranistin Denise Leigh und dem Slowakischen Radio-Symphonie-Orchester unter der Leitung von Leo Siberski bei EMI-Classics.
2007 debütierte Siberski an der Semperoper Dresden, danach folgten Produktionen am Theater Bielefeld, an der Deutschen Oper am Rhein und an der Kammeroper Rheinsberg. In den folgenden Spielzeiten wurde er an die Staatsoper Hannover und an das Tiroler Landestheater Innsbruck eingeladen. Konzerte leitete er mit den Düsseldorfer Sinfonikern, der Württembergischen Philharmonie, der Jenaer Philharmonie und dem Sinfonieorchester Wuppertal; zudem widmet er sich in den letzten Jahren wieder verstärkt Crossover- und Jugend-Projekten.
2007-2011 war Leo Siberski 1. Kapellmeister und Stellvertretender GMD am Theater Bielefeld. Ab der Spielzeit 2011/12 hat er die gleiche Position am Theater Kiel übernommen und sich dem Kieler Publikum gleich zu Beginn der neuen Spielzeit mit der Musikalischen Einstudierung von Verdis LOMBARDEN vorgestellt. Jules Massenets MANON ist seine zweite Neueinstudierung am Kieler Opernhaus.

Sonntag, 24. Juni 2012

Interview Ulrike Piel in Koblenzerleben

Von Merkwürdigkeiten hin zu Starallüren Schneiders Mittagstisch (22.06.2012):

 Ulrike Piel führt das Mittelrhein Musik Festival Telefon immer mit sich Festivalsaison mitten im Oberen Mittelrheintal, dem UNESCO Weltkulturerbe. Jedes Wochenende ein bis zwei Konzerte. Das südlichste davon auf der Burg Pfalzgrafenstein mitten im Rhein vor Kaub, das nördlichste in Remagen im Arp Museum. Ungewöhnliche Konzertplätze und ein abwechslungsreiches, vielfältiges Musikprogramm, das ist das Mittelrhein Musik Festival. Ulrike Piel gehört zur Festivalleitung, organisiert alles um die Musik herum. Immer „an der Frau“, ihr Mittelrhein Musik Festival Servicetelefon. Sie nimmt ihren Job 150-prozentig ernst und jeden Anruf zu jeder Zeit entgegen. Egal, ob der Anrufer fragt, wer ihn von der musikalischen Weinprobe nach Hause fährt, weil er ja danach getrunken hätte, oder ob die Rheinfähre länger fahren kann, weil der Künstler noch eine Zugabe bringt. Mit Gelassenheit und Freundlichkeit kümmert sie sich um das noch so kleinste Detail.

Normann Schneider: Das Mittelrhein Musik Festival hat sich umbenannt. 

Ulrike Piel: Ja, Im Namen sollte das stehen, zu was es in den letzten Jahren geworden ist: Ein richtiges Festival. Mit 25 Konzerten über den Sommer! Mit dem Begriff Mittelrhein Musik Momente gab es auch immer wieder Verwechslungen zu den Mittelrhein Momenten, eine Vereinigung von Gastronomen und Winzern.

Wie sieht das Programm aus? 

Wir versuchen für jeden Festivalbesucher etwas Interessantes anzubieten, wir haben von großen Sinfoniekonzerten über klassische Kammermusik, Jazz, Kinderkonzerte, bis hin zu musikalischen Weinproben und musikalische Lesungen – ein vielfältiges Repertoire an Konzerten. Auch die Künstlerpalette ist weitreichend. Von Thomas Anders über Iris Berben, Paul Kuhn bis hin zu Christine Neubauer.

Thomas Anders singt? 

Nein, wir haben eine musikalische Lesung mit ihm auf dem Jakobsberg im Programm, open Air im Innenhof. Er liest Hänsel und Gretel, begleitet von einem Bläser-Oktett und dem Kinderchor „Kastellauner Kirchturmspatzen“. Sowie Ausschnitte aus der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdinck, der ja in Boppard jahrelang gewohnt hat. Also, nicht nur für Kinder. Richtig! Ebenso wichtig zu wissen, unsere Kinderprogramme beginnen schon bei den 3- bis 4-jährigen. Dazu haben wir Familienkonzerte im Programm, wie unseren musikalischen Waldspaziergang auf der Burg Rheinfels. Das Konzert ist quasi der Weg. Wir werden vom Förster begleitet, an verschiedenen Plätzen im Wald singen die Kölner Vokalsolisten und nachher gibt’s Würstchen vom Grill.

Lässig. 

Wir haben auch immer ein merkwürdiges, außergewöhnliches Konzert im Programm?

Wie merkwürdig? 

Bei Xala, Tanz und Musik, steht am 17. August im Kuppelsaal auf der Festung Ehrenbreitstein ein 500 kg schweres Xylophon. Das ist zwei mal drei Meter groß und wird mit Flamencoschuhen und Stöcken zum Klingen gebracht. Da ist die Über-Akustik im Kuppelsaal genau das richtige. Normalweise hört man dort ja, wenn in der anderen Ecke etwas geflüstert wird.

Wir kommen Sie an dieses breit gefächerte Angebot? 

Frank Lefers, der Intendant der rheinischen Philharmonie, hat die musikalische Festivalleitung. Wir haben sehr viele unterschiedliche Spielorte, da überlegen wir welche Musik zum jeweiligen Ort passt. Und wir haben einen Freundeskreis, der uns ebenfalls mit Ideen, Rat und Tat unterstützt. Open-Air-Konzerte sind immer eine Herausforderung. Wir bemühen uns trotz des deutschen Sommers die meisten Konzerte Open Air zu geben. Mit schlechten Wetterperspektiven im Rücken oder wenn es unter 15 Grad geht, wird es schwierig. Wir haben zwar Regencapes und ähnliches, aber wenn sich die Harfe permanent verstimmt, ist das kein schönes Konzerterlebnis mehr. Wir haben immer eine trockene Alternative. Allerdings wird es dann ein bisschen stressig, wenn wir um 3 Uhr nachmittags entscheiden müssen, dass wir rein gehen. Team, Techniker, Künstler und Konzertbesucher müssen ja informiert werden.

Einer der Festival-Gründungsväter ist ja der Koblenzer Oberbürgermeister Hofmann-Göttig.

In der Tat, damals war er Kulturstaatssekretär. Er hatte sich eingesetzt, dass beim UNESCO Weltkulturerbeantrag das Mittelrhein Musik Festival als musikalische Klammer Erwähnung findet und somit quasi zum Welterbe dazu gehört. Das Festival ist ja nicht nur für „Einheimische“, wir haben ja ungefähr 20 Prozent Touristen, die zu den Konzerten kommen.

Wirtschaftlich, wie sieht´s da aus? 

Seitdem mein Kollege Frank Lefers und ich das Festival leiten haben wir keine Verluste gemacht, selbst im BUGA Jahr waren wir auf Null! Unser Team besteht aus 5 Leuten, auf die wir uns 100 Prozent verlassen können. Die müssen sehr flexibel sein, da jeder Konzertort woanders ist. Manchmal bis tief in die Nacht und am nächsten Morgen geht’s um 8 Uhr in der Früh weiter.

Wie ist der Umgang mit den „Promi´s“? 

Sehr interessant. Dort, wo man sich Gedanken macht, läuft alles ganz reibungslos. Iris Berben zum Beispiel, da war ich nervös, dabei ist die ganz locker. Bei anderen, die man für völlig unkompliziert hält, steht man plötzlich großen Starallüren gegenüber.

Viel zu tun! 

In der Saison habe ich kein Wochenende, montags geht es ja gleich weiter. Ich habe zwar eine Haushaltshilfe, aber von zu Hause aufgeräumt kann keine Rede sein. Das ist auch zweitrangig. Mein Tag beginnt morgens um 6 Uhr, wenn abends vorher ein Konzert war, fällt das Aufstehen nicht unbedingt leichter. Was sagt die elfjährige Tochter dazu? Das klappt alles sehr gut. Mittlerweile kann sie ein wenig helfen, sie verteilt Flyer oder steht bei „den Großen“ und fragt, was sie noch helfen kann. Wir halten es wie im Fußball, nach dem Festival ist vor dem Festival. Zu Jahresanfang muss das neue Programm feststehen, es geht rund um die Uhr. Familienferien können wir nur zu Ostern oder im Herbst machen.

Montag, 18. Juni 2012

Erfolgreiches Doppelkonzert zum Tag der Musik

Ein paar Bildimpressionen des erfolgreiches Doppelkonzerts auf dem Koblenzer Schloßvorplatz zum Tag der Musik


Ein Konzert der Rheinische Philharmonie und der Cappella Confluentes zum „Tag der Musik“ des Deutschen Musikrates
Am 17. Juni hatte Sonntagsspaziergang für viele Koblenzer ein festes Ziel: Zunächst um 15:30 Uhr in den Park vor dem Kurfürstlichen Schloss in Koblenz verbunden mit einem anschließenden Besuch des Kaisersaals um 17:00 Uhr.
Der „Tag der Musik“ wurde vom Deutschen Musikrat ins Leben gerufen, um einmal im Jahr ganz besonders auf die große Vielfalt von Musik und Musikleben in Deutschland aufmerksam zu machen. Im Jahr 2012 fand er von 15. bis 17. Juni statt und die Rheinische
Philharmonie sowie die Cappella Confluentes beteiligten sich mit einem Doppelkonzert vor dem und im Kurfürstlichen Schloss. Openair konnte hier am 17. Juni zunächst jeder, der mochte, bei freiem Eintritt und in lockerer Atmosphäre dem Staatsorchester lauschen.
Es folgten dann im Kaisersaal das Konzert der Cappella Confluentes mit J.S. Bachs Brandenburgischen Konzerten Nr. 4 und 5.
Schlossvorplatz 15:30 Uhr (open-air)
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Ouvertüre zu „Ruy Blas“ op. 95
Richard Strauß (1864-1949)
Suite aus der Oper „Der Rosenkavalier“ op. 59, für Orchester
Peter Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)
Festouvertüre 1812 op. 49 „Ouvertüre solennelle“
Staatsorchester Rheinische Philharmonie
Daniel Raiskin – Musikalische Leitung

Örtlicher Veranstalter: Staatsorchester Rheinische Philharmonie


 


Und hier der Bericht der Koblenzer Rhein-Zeitung / Kultur-Lokal:
Vielen Dank für die zur Verfügungstellung.

Ein ganzes Schloss voll Musik
Doppelkonzert Rheinische Philharmonie und Cappella Confluentes spielen zum „Tag der Musik“
Von unserer Mitarbeiterin
Lieselotte Sauer-Kaulbach
M Koblenz. Das hätte dem Musik liebenden Kurfürsten Clemens Wenzeslaus gut gefallen: Gleich zwei Konzerte vor und in seinem Schloss, das eine mit großem Orchester, das andere mit kleinem, feinem Barockensemble. Möglich machten den doppelten Musikgenuss das Mittelrhein Musikfestival und der „Tag der Musik“. Diesen begingen die von Daniel Raiskin dirigierte Rheinische Philharmonie und die Cappella Confluentes, von ihrem Gründer Jörn Hinnerk Andresen geführt, gemeinsam.
Andresen hatte dafür aus München vom Staatstheater am Gärtnerplatz, wo er als Chordirektor engagiert ist, in den Kaisersaal des Kurfürstlichen Schlosses Georg Philipp Telemanns selten aufgeführten „Geduldigen Socrates“, den Urvater der komischen Oper in Deutschland, mitgebracht. Da ist nicht nur Musik, sondern komischer Konfliktstoff genug drin, ausgelöst durch den Beschluss des Athener Senats, künftig solle jeder Mann, zwecks Belebung des Kriegsnachschubs, gleich zwei Frauen heiraten. Da war Socrates, der geduldige Philosoph, nicht ausgenommen, er war gefangen zwischen Xanthippe und Amitta, beide gleichermaßen zänkisch.
Mitgebracht hatte Andresen auch gleich die schwedische Sopranistin Inga-Britt Anderson, die in der Münchner Inszenierung die Rolle der doppelt und dreifach begehrten Edronica sang, jugendlich, zart und strahlkräftig, herzerfrischend wie alle Kostproben aus Telemanns Oper.
Wie gekonnt es ohnehin beim Entfernen möglichen historischen Staubs agiert, zeigt das Ensemble ebenso bei zwei der sechs Brandenburgischen Konzerte Bachs, der Nr. 4 und 5. Im vierten hat Andresen das Glück, zwei sehr gute Blockflöten und eine nicht minder gute Geige zu haben, die als Trio dem Streichorchester gegenübertreten. Diese Instrumentalisierung verdoppelte die Gelegenheit zu ausgefeilter motivischer Arbeit und verdreifachter Lauf-Virtuosität, sie ermöglichte ein sehr abwechslungsreiches und imitatorisches Spiel bis hin zur großen fünfstimmigen Fuge im Finale. Kriegerisches, bei Telemann eher Hintergrundmusik, ist in Peter Tschaikowskys Ouvertüre „1812“ wesentlicher Bestandteil, mit der draußen, vor dem linken Zirkulargebäude des Schlosses (ein hübscher Ort für Freiluftaktivitäten), die Rheinische Philharmonie ihr Publikum zum Jubeln brachte. Kein Wunder, schließlich gab es zu dem sich zwischen Marseillaise und russischer Zarenhymne musikalisch entfaltenden Getümmel die passende „Originalgarnitur“, sprich: echte Kanonenschüsse und echte, den russischen Sieg feiernde Glocken. Das Stück erinnert an die sich zum 200. Mal jährenden, wechselvollen Kämpfe zwischen napoleonischen und russischen Truppen.
Zuvor ging es weniger kriegerisch als intrigant zu, mit Felix Mendelssohn Bartholdys unwillig, aber rasch komponierte Ouvertüre zu Victor Hugos „infamem“ Schauspiel „Ruy Blas“. Bläserakkorde gliedern das Stück. Es ist besser geeignet für Open-Air-Effekte als die zarten, den Auftritt von Rosenkavalier Octavian begleitenden Passagen in Johann Strauss‘ „Rosenkavalier-Suite“, 1944 komponierter Kompaktfassung der gleichnamigen Oper.
Aber auch da gab es trotzdem genug, was Raiskin mit der Philharmonie temperamentvoll in den warmen Nachmittag schicken konnte – beispielsweise die leidenschaftliche, von Hörnerklang begleitete Liebesnacht zwischen Octavian und der Marschallin oder den von den Violinen gespielten Walzer, den der Wind in den Platanen mittanzte. Sommerlust pur.
RZ Koblenz und Region vom Dienstag, 19. Juni 2012, Seite 23 (0 Views)

Aussenwerbung (Großfläche) des Festivals: 2.Beispiel: Koblenz

Aussenwerbung (Großfläche) des Festivals: 2.Beispiel: Koblenz

Samstag, 16. Juni 2012

Salut Salon: Ein Festival-Highlight der Superlative !

Zur ersten Preview vor der Hamburger Premiere des Damenquartetts "Salut Salon":  
-Ausverkauftes Kurfürstliches Schloß in Koblenz- 
-400 begeisterte Zuschauer im historischen Kaisersaal- 
-Spielfreude pur auf höchstem Niveau- 

10 Jahre Quartett Salut Salon! Mit dem „Best-of“-Programm „Dichtung und Wahrheit“ feierte Hamburgs charmantester Kulturexport Bühnenjubiläum.

Nach der erfolgreichen Tour 2011/12 „Ein Haifisch im Aquarium“ präsentierten Salut Salon exklusiv in Koblenz im Rahmen des Mittelrhein Musik Festivals neu arrangiert die Highlights aus früheren Programmen – Publikumslieblinge und Lieblingsstücke: Salut-Salon-Klassiker mit akrobatischen Einlagen, Tango, Chansons, Film- und virtuose Kammermusik – und für das überraschte Koblenzer Publikum  plauderten sie das erste Mal bereits vor der Premiere  am 26. Juni im Thalia Theater Hamburg aus dem Tour-Nähkästchen und gaben bislang gut gehütete Geheimnisse preis.

Aber sehen Sie selbst:






























Freitag, 15. Juni 2012

Aussenwerbung (Großfläche) des Festivals: 1.Beispiel Boppard




Bei uns im Festivalsommer am 30.Juni, 20:15 Uhr in der Neuwieder Abteikirche und gestern in Monte Carlo mit dem Preis für die Beste Schauspielerin / Fernsehfilm ausgezeichnet:

München (ots) – Christine Neubauer ist am Donnerstagabend beim Fernsehfestival Monte Carlo (“Festival de Télévision de Monte Carlo”) für ihre Rolle in “Hannas Entscheidung” (ARD Degeto) als “Beste Schauspielerin Fernsehfilm” mit der Goldenen Nymphe ausgezeichnet worden. In der deutsch-österreichischen Produktion von Ziegler Film und Wega Film, die am 9. März 2012 im Ersten zu sehen war, spielt Christine Neubauer eine geschäftstüchtige Frau, die die Tischlerei ihres Mannes (Edgar Selge) durch die Kriegs- und Nachkriegsjahre zu bringen versucht und nach dessen Rückkehr erkennen muss, dass der Krieg nicht nur ihn verändert hat. Der Fernsehfilm “Hannas Entscheidung” erhält auch den “Monaco Red Cross Award”. 

Mittwoch, 13. Juni 2012

Die MEGA-Überraschung: Salut Salon präsentiert die 1. Preview des neuen Programms in Koblenz

Die MEGA-Überraschung am kommenden Freitag, 15.Juni: 

Salut Salon präsentiert die 1. Preview des neuen Programms in Koblenz

im Kurfürstlichen Schloss !

Vor der Premiere am 26. Juni im Thalia Theater in Hamburg können sich die Koblenzer Besucher des Mittelrhein Musik Festivals auf die 1. Preview des neuen Programmes “Dichtung und Wahrheit” freuen.
Eine einzigartige Gelegenheit bereits vor der bundesweiten Premiere das Jubiläumsprogramm des Hamburger Quartetts live mit zuerleben.
Das Programm für ihren Auftritt im Zuge des Mittelrhein-Musikfestivals am Freitag, 15. Juni, im Kurfürstlichen Schloss in Koblenz ist bereits komplett ausverkauft, lediglich ein Restkartenkontingent von im Moment 10 Karten ist noch verfügbar.



Bericht der Rhein-Zeitung, 13.06.2012